Die Vaterlosen
Seit 17.November 2011 ist DIE VATERLOSEN überall im Handel auf DVD erhältlich!

Preise:

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Berlinale 2011
 - Lobende Erwähnung - Best First Feature;
Diagonale 2011 - GROSSER DIAGONALE-PREIS für den besten österreichischen Kinospielfilm; DIAGONALE-PREIS BILDGESTALTUNG; DIAGONALE-SCHAUSPIELPREIS 2011 für Marion Mitterhammer und Johannes Krisch
Bozner Filmtage 2011 - BESTER SPIELFILM
Fünf-Seen-Festival 2011 - NACHWUCHSPREIS



Drama, 35mm, 100 Minuten, Österreich 2011
Uraufführung im Panorama der Internationalen Filmfestspiele Berlin, 2011

Mit dieser Schwester haben die Geschwister nicht gerechnet: Geboren in einer alternativen Wohngemeinschaft, treffen sie Kyra nach zwanzig Jahren anlässlich des Todes ihres gemeinsamen Vaters wieder. Eine ihnen nahezu
unbekannte Kyra, die nach Auflösung der Hippiekommune plötzlich verschwand.
Als Kyra erfährt, dass ihre Existenz verschwiegen wurde, beginnt sie alten Geheimnissen nachzuspüren. Und die Geschwister graben gemeinsam zu den Wurzeln ihrer Kindheit.

Marie Kreutzer erzählt in ihrem Debutfilm eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit, über Zugehörigkeit und Einsamkeit, Bindung  und Freiheit.

Mit: Andreas Kiendl, Andrea Wenzl, Emily Cox, Philipp Hochmair, Marion Mitterhammer, Sami Loris, Pia Hierzegger und Johannes Krisch als „Hans“

Die Vaterlosen


Team:
Buch und Regie: Marie Kreutzer
Kamera: Leena Koppe
Schnitt: Ulrike Kofler
Casting: Rita Waszilovics
ProduzentInnen: Franz Novotny, Alexander Glehr
Ursula Wolschlager, Robert Buchschwenter






Presseheft (PDF 1,11 MB)

EINE PRODUKTION VON NOVOTNY & NOVOTNY FILMPRODUKTIONS GMBH
UND WITCRAFT SZENARIO OG
IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER KGP – KRANZELBINDER GABRIELE PRODUCTION GMBH.

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HERGESTELLT MIT UNTERSTÜTZUNG VON
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Presseinformation Dreharbeiten (PDF 348 kb)


Pressebetreuung:
Michaela Englert
+43 699 1946 3634
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

World Sales:
doc and film international
13, rue Portefoin
75003 Paris
FRANCE
+33(0)1 42 77 56 87
+33(0)1 42 77 36 56

Synopsis

Ein großes, halbverfallenes Haus auf dem Lande. Hans (Johannes Krisch), der von seiner deutlich jüngeren Lebensgefährtin (Marion Mitterhammer) gepflegt wird, liegt im Sterben. Sein Sohn Niki (Philipp Hochmair), der mittlerweile als Mediziner in München lebt, kommt gerade noch rechtzeitig ans Sterbebett. Aber er bekommt nicht, was er sich von Hans erhofft hat: eine späte Bekundung von Anerkennung und Liebe.

Kurz nachdem Hans gestorben ist, treffen weitere seiner mittlerweile erwachsenen Kinder ein: der extrovertierte und im Leben orientierungslose Idealist Vito (Andreas Kiendl), die viel jüngere, durch eine neurophysische Störung beeinträchtigte Mizzi (Emily Cox). – und eine, mit der niemand gerechnet hat: Kyra, Hans’ Tochter aus der Blütezeit der alternativen Wohn-, Lebens- und Liebesgemeinschaft. Niki und Vito haben sie nicht mehr gesehen, seitdem sich die „Hippies mit Gemüsebeet“, wie die zweite Generation die Lebensform der Eltern gerne nennt, vor 23 Jahren im Streit getrennt haben und die Wohngemeinschaft zerfallen ist. Die damals achtjährige Kyra wurde kurz nach der Geburt von Mizzi, der gemeinsamen Tochter von Hans und Anna, samt ihrer lästig gewordenen Mutter vor die Tür gesetzt. Und jetzt erfährt Kyra, dass ihre Existenz der damals neugeborenen Halbschwester bis heute verschwiegen wurde.

Da sie vom toten Vater keine Antworten mehr zu erwarten hat – unter anderem auf die Frage, warum er auf keinen ihrer zahlreichen Briefe je reagiert hatte –, will sie so schnell wie möglich weg von diesem Ort der Verleugnung und Abweisung. Was sie schließlich einwilligen lässt, bis zur Beerdigung zu bleiben, ist die Neugier am lebendigen Teil der Vergangenheit: an der unbekannten kleinen Schwester und den lang vermissten Brüdern.

Besonders die Wiederbegegnung mit Niki weckt Gefühle einer inneren Verbundenheit, welche mit dem Ende der sorglos erlebten Geschwisterbeziehung abrupt unterbrochen worden war. Doch die behutsam zärtliche Annäherung zwischen den beiden ist überschattet von einer unausgesprochenen Schuld Nikis an Kyras Rauswurf. Und von einem Geheimnis, das den Zerfall der Gemeinschaft damals begleitet hat und über das sich die Geschwister aus unterschiedlichen nebulösen Gründen in Schweigen hüllen.

Die kollektive Weigerung, über Kyras Streichung aus der gemeinsamen Erinnerung zu sprechen, stachelt schließlich Mizzi dazu an, deren Spuren in der Familiengeschichte zu suchen. Ihre Fragen bringen Unruhe in das filigrane Gruppengefüge und setzen Erinnerungen frei: Die subjektiven Bilder ihrer gemeinsamen Kindheit erzählen von Wildheit und Freiheit auf der einen, von der Suche nach Geborgenheit und der Ambivalenz der Geschwisterbindungen auf der anderen Seite. Schichtweise legen sie ein verhängnisvolles Ereignis frei, das kurz nach Mizzis Geburt stattfand und traumatisch in den Geschwistern nachwirkt.

Auf zwei Zeitebenen erzählt, entwirft DIE VATERLOSEN das Bild einer zerfaserten Familienstruktur und kreist um die Frage, wie Zugehörigkeit zu definieren ist, wenn Familie keine feststehende Kategorie, sondern ein ständiges Hin- und Hergerissensein zwischen Nähe und Distanz, Verbindlichkeit und Loslösung bedeutet.

 


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